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  • Kachelöfen aus der Epoche des Jugendstil

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Der Barock- sowie der Rokoko-Ofen

Auf den ersten Blick recht ähnlich, doch typischerweise unterschiedlich im Detail präsentieren sich der Barock-Kachelofen einerseits sowie der Rokoko-Ofen andererseits. Das verwundert wenig, wenn man bedenkt, dass in der Wissenschaft das Rokoko als Synonym des Spätbarocks gilt und diese zwei Epochen zudem eine Zeitspanne von insgesamt 200 Jahren umfassen.

Der Kachelofen im Barock

Das schwungvoll-verspielte Barock beherrschte in den Jahren von 1580 bis 1780 stilistisch gesehen Europa. Seinen in vielerlei Hinsicht absoluten Höhepunkt fand es im Rokoko von zirka 1730 bis 1780. Deutlich sichtbar gemacht werden die Kennzeichen des Barocks in gestaltungstechnischer Hinsicht an den dafür typischen Kachelöfen.

In schwungvoller Symmetrie präsentieren sich die Konturen eines solchen Kachelofens. Zudem bilden sie – unter Einbeziehung der typischen Barockschnecke (Volute) – eine Aneinanderreihung von dekorativen Wülsten und Hohlkehlen. Auf zarten Füßen stehend thront darüber das Sockelgesims, das den Übergang zum wulstartig vorgewölbten Unterteil des Kachelofens markiert.


In schwungvoller Symmetrie präsentieren sich die Konturen eines solchen Kachelofens. Zudem bilden sie – unter Einbeziehung der typischen Barockschnecke (Volute) – eine Aneinanderreihung von dekorativen Wülsten und Hohlkehlen. Auf zarten Füßen stehend thront darüber das Sockelgesimse, das den Übergang zum wulstartig vorgewölbten Unterteil des Kachelofens markiert.

Seine meist drei- bis vierteilige Mantelfläche ist entweder mit oder ohne Lisenen gestaltet sowie schwungvoll mit verschiedensten Rankenornamenten verziert. Von ebensolchen sind auch die Lisenen geschmückt. Das schwungvoll hochgezogene Mittelgesims verfügt typischerweise über eine hohlkehlenartige Einschnürung und dient als Übergagnskomponente zum als Haube bezeichneten Oberbau.

Dessen ungeachtet zeigen die Lisenen einen weiteren Verlauf, der Mantel des oberen Teils des Kachelofens zeigt wiederum Ranken- und Bandelwerkverzierungen. Daran schließt die glockenförmige Abdeckhaube – häufig mit einem urnenförmigen, aufgesetzten Knauf dekoriert – an, auf welchem das Kranzgesims in Form einer Hohlkehle an. Häufig wird dieses zwischen Konsolen-Voluten bogenförmig ausgebildet.

Der typische Rokoko-Kachelofen

Im Spätbarock oder Rokoko zeigt sich der Kachelofen zierlicher und asymmetrisch. Des Weiteren weist meist lediglich der Sockel sowie die Einschnürung eine horizontale Linienführung auf. Anhand von Wülsten, kegelstumpfartig ausgebildet, präsentieren sich einerseits der Feuerkasten und andererseits der gesamte Oberbau. Lisenen bis zur Einschnürung finden im oberen Teil des Rokoko-Kachelofens in Form eines breiten Blüten- oder Rankenwerks ihre Fortsetzung.

Die einzelnen Felder sind plastisch schwächer betont. In Hinblick auf ihren Schmuck tragen sie unsymmetrisch angeordnete Ornamenthaufen mit elanvoller Optik und somit kein zusammenhängendes Rankenwerk, das auf einen Rahmen verweisen könnte. Die verwendeten Ornamente werden vor allem von Muschelwerk, dem sogenannten Rocaille, welcher die gesamte Epoche ihren Namen verdankt, gebildet. Alternativ wurden dazu aber auch Blüten- und Laubwerk eingesetzt. Eine fantasievoll gearbeitete Kartusche (Cartouche) bildet die Rokoko typische Bekrönung des Kachelofens.

Der Kachelofen - Hafnermeister Peter Zährer

Sechsschimmelgasse 3
1090 Wien

Telefon +43 1 3177294

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