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  • Kachelöfen aus der Epoche des Jugendstil

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Der Empire- und der Biedermeier-Kachelofen


Neuartige, allerdings sehr voneinander unterschiedliche Proportionen brachten sowohl der Style Empire (von zirka 1800 bis 1830) sowie das Biedermeier (um 1815 bis 1850) für den Bau und die Gestaltung von Kachelöfen.

Die Charakteristika des Empire-Ofens

Streng, kühl und vornehm, ohne allerdings auf schmückendes Beiwerk zu verzichten: So präsentiert sich der typische Kachelofen im Empire-Stil. Eine stärkere Betonung der Waagrechten fällt dem Betrachter sofort ins Auge, Ähnliches gilt für die Grundform, für die bevorzugt ein Kreis- oder Ovalzylinder gewählt wurde. Sehr große Kacheln in weißer, in manchen Fällen aber auch grüner oder schwarzer Glasur sind mit plastischen antiken Schmuckformen, und zwar sowohl ägyptischen, griechischen als auch römischen, verziert.

Als Dekoration finden darüber hinaus Kanneluren, Mäander- sowie Wasserwogenbänder, Girlanden, Rosetten, Trophäen, Fackeln und Tierköpfe Verwendung, die Füße des Kachelofens sind meist konisch, das heißt, sie verjüngen sich nach unten. Dem glatten Sockel folgt eine kranzartig umflochtene Basiswulst, häufig verziert mit Mäander- oder Wasserwogenmotiven, zum Beispiel in Form eines laufenden Hundes.

Der zylindrisch geformte Verbrennungsraum ist typischerweise geschmückt mit Girlanden, Schleifen sowie Rosettenbändern, selten finden zu diesem Zweck auch Fackeln oder Tierköpfe Verwendung. Das Mittelgesims bildet den waagrechten Abschluss des Unterbaus und wird von einem hohen, zahnschnittartig ausgebildeten Fries getragen. Die häufig runde Oberhaube präsentiert sich „zuckerhutförmig“, eine urnen- oder pokalförmige Vase schließt den Oberbau des Kachelofens ab.

Kachelöfen aus dem Biedermeier im Detail

Biedermeier-Kachelöfen zeigen sich wohldurchdacht und vermitteln Effizienz: In Form sogenannter „Schwedischer Öfen“ errichtet, wurden die entstandenen Heizgase über ein Rohrsystem in zwei Nischen gezogen, um somit eine Warmhaltemöglichkeit für Speisen zu bieten.

Was das Äußere eines Kachelofens aus dem Biedermeier betrifft, fehlen typischerweise die Füße komplett. Sowohl Unter- als auch Oberbau sind in zylindrischer Form gearbeitet, außerdem zeigt sich der Außenmantel ohne nach außen hin sichtbare Trennung. Das heißt: Neben den Füßen wurde auch auf ein Mittelgesims verzichtet.

Der Oberbau weist als typisches Element ein umlaufendes Kranzgesims, geschmückt mit plastischen Ornamenten, auf. Krönende Vasen sind häufig nicht vorhanden oder von sehr kleinem Format. Nach wie vor erfreut sich der Biedermeier-Kachelofen großer Beliebtheit, denn noch heute wird beim Bau von Kachelöfen gerne auf diese Bauweise zurückgegriffen. Grund dafür ist sein ihm eigenes zeitlos-unaufdringliches elegantes Flair.

Somit setzt ein solcher Kachelofen ein Zeichen, indem er in aller Klarheit auf das Gemütliche, Vereinfachte, Ruhige, Sparsame und Praktische verweist, die für diese Epoche so kennzeichnend ist. Verändert präsentieren sich auch die vergleichsweise kleinen Kacheln, vorwiegend glasiert in zarter Farbgebung.

Der Kachelofen - Hafnermeister Peter Zährer

Sechsschimmelgasse 3
1090 Wien

Telefon +43 1 3177294

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